Windräder im Wald

Windräder im Wald

Viele Argumente sprechen für Windräder im Wald: Der in der Regel große Abstand zur Wohnbebauung, die gute Erschließung mit Forstwegen und die vergleichsweise geringen Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Bei der Erholung im Wald sind Windenergieanlagen kaum sichtbar, denn die Waldbäume bilden einen sehr effizienten und natürlichen Sichtschutz. Darüber hinaus kann der Wald um die Anlagen herum nahezu uneingeschränkt weiter bewirtschaftet werden.

Bei vorsichtiger Standortwahl fügen sich Windräder in das Ökosystem fortwirtschaftlich genutzter Wälder ein, ohne das Leben der Vögel und Wildtiere zu beeinträchtigen. Ob Windräder und Wald zusammenpassen, ist vor allem von der Art des Waldes abhängig. Insbesondere in Wirtschaftswäldern können Windkraftanlagen die Wirtschaftsleistung des Waldes massiv steigern, ohne sich negativ auf sonstige Waldfunktionen auszuwirken.

Natürlich gilt bei der Aufstellung von Windrädern im Wald die klare Voraussetzung, dass die Interessen des Naturschutzes bei der Standortwahl vorrangig berücksichtigt werden. Absolutes Tabu sind natürliche oder naturnahe Wälder, also Waldgebiete in weitgehend naturnahem Zustand mit einem hohen Anteil alter, höhlenreicher Bäume und Totholz.

Der Großteil unserer Wälder wird forstwirtschaftlich genutzt und hier gibt es an vielen Standorten meist keine grundsätzlichen Einwände gegen die Aufstellung von Windkraftanlagen. Die forstwirtschaftliche Nutzung wird durch eine Windkraftanlage kaum beeinträchtigt, da für ein Windrad nur eine Fläche von rund 0,2 Hektar unbewaldet bleiben muss. Für Standorte im Wald sind Windräder mit hohen Nabenhöhen erforderlich, damit der Rotor weit oberhalb der Baumwipfel den Wind ernten kann.

Ansprechpartner: Dipl. Forstwirt Steffen Hering

Flyer "Windräder im Wald" als Download